
Holzer Kobler Architekturen wurde 2004 von Barbara Holzer und Tristan Kobler in Zürich gegründet und hat seit 2012 einen weiteren Standort in Berlin. Das international agierende Büro deckt ein breites Spektrum von Städtebau bis Architektur, von Szenografie bis hin zum Kuratieren von Ausstellungen ab. Ein transdisziplinäres Team aus Architekten, Designern, Grafikern und Kuratoren formt die spezielle Arbeitsweise. Eine enge Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Auftraggebern prägt ihre Projekte ebenso wie ein intensives Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur.
Holzer Kobler Architekturen bewegt sich in diversen Bereichen der Gestaltung: Architektur, Ausstellung, Design. Darin liegt für sie die Faszination. Es geht nicht nur um eine Architektur, sondern um viele: Architekturen verstehen sie als Öffnung und Erweiterung des Denk-, Betätigungs- und Forschungsfeldes von Architektur. In diesen Architekturen – von kleinsten Ausstellungsprojekten bis zu städtebaulichen Planungen – suchen sie nach dem Verbindenden, nach Gemeinsamkeiten und Synergien.
Die gestalterische Vielfalt ihrer Projekte entsteht aus dem Anspruch, für eine bestimmte Aufgabe und einen spezifischen Ort eine Lösung zu finden, die Altes, Gegenwärtiges und Künftiges mit einbezieht und neu interpretiert. Eine Formensprache als Erkennungsmerkmal zu propagieren hat Holzer Kobler Architekturen nie interessiert — im Vordergrund der Arbeit steht das Kreieren von immer wieder neuen, unterschiedlichen Entwurfsansätzen, die einen gesellschaftlichen Mehrwert erzeugen.
Barbara Holzer, 1966 in Zürich geboren, diplomierte 1991 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) im Bereich Architektur. 1992 zog sie nach Berlin, wo sie als freie Architektin für verschiedene Büros Projekte in Europa und Amerika betreute. Im Studio Daniel Libeskind war sie für zahlreiche internationale Projekte verantwortlich und realisierte unter anderem das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück und Westside, das Freizeit- und Erlebniszentrum in Bern Brünnen.
2002 zog Barbara Holzer zurück nach Zürich, wo sie ihr eigenes Architekturbüro d-case aufbaute, welches von Anfang an die Bereiche Architektur und Szenografie miteinander verknüpfte. Für die Schweizerische Landesausstellung Expo.02 entwarf und kuratierte sie die Ausstellung Heimatfabrik, die installative Arbeiten von verschiedenen Schweizer Künstlern, wie beispielsweise Jörg Lenzlinger und Gerda Steiner, präsentierte. Berlin blieb auch weiterhin ein wichtiger Ort des Schaffens für Barbara Holzer. Hier realisierte sie verschiedene kulturelle und architektonische Projekte.
Mit Tristan Kobler gründete sie 2004 das international tätige Architekturbüro Holzer Kobler Architekturen in Zürich. Hier pflegt Barbara Holzer die weitverzweigten internationalen Beziehungen und orchestriert die verschiedenen Disziplinen zu einem spannungsvollen Œuvre.
Sie hält zudem zahlreiche Vorträge, juriert Wettbewerbe und lehrt an verschiedenen internationalen Hochschulen. Im Wintersemester 2009/2010 hatte sie zusammen mit Tristan Kobler eine Gastprofessur an der ETH Zürich inne. Zurzeit ist sie Professorin an der Peter Behrens School of Architecture Düsseldorf (PBSA).
Barbara Holzer und Tristan Kobler wurden 2008 mit dem Grand Prix Design der Schweizerischen Eidgenossenschaft für Ihr internationales Engagement im Bereich der Ausstellungsgestaltung ausgezeichnet.
Tristan Kobler, 1960 in Luzern geboren, diplomierte 1987 als Architekt an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Anschliessend realisierte er bis 1996 als Szenograf und Kurator am Museum für Gestaltung Zürich mit Martin Heller, Alois Martin Müller und Claude Lichtenstein rund sechzig Ausstellungen in den Bereichen Grafik, Medien, Kunst, Fotografie und Kunsttheorie.
Nach drei Jahren als selbstständiger Architekt und Szenograf in Zürich und Berlin initiierte er 1999 mit Dorothea Wimmer und Teresa Chen das Kunst- und Kulturprojekt KLINIK in Zürich und gründete im Anschluss sein eigenes Architekturbüro Morphing Systems, das sich neben Architektur schwerpunktmässig mit Szenografie beschäftigte.
Mit extasia, einer Arbeitsgemeinschaft von mehreren internationalen Architekturbüros, entwickelten und realisierten Morphing Systems die Arteplage in Yverdon-les-Bains an der Expo.02.
2004 gründete Tristan Kobler mit Barbara Holzer das heute international tätige Architekturbüro Holzer Kobler Architekturen in Zürich. In ihren Arbeiten manifestieren sich Architektur und Ausstellungsgestaltung als vielschichtige Thematik und kultureller Beitrag.
Tristan Kobler unterrichtete 1988 und 1997 in der Abteilung für Architektur an der ETH Zürich an den Professuren Vincent Mangeat, Marc Angélil und Daniel Libeskind. Seit 1994 hat er an internationalen Hochschulen in der Schweiz, Frankreich und Deutschland unterrichtet. 2009/2010 hatte er gemeinsam mit Barbara Holzer eine Gastprofessur an der Abteilung für Architektur an der ETH Zürich inne. Von 2009 bis 2011 war er Professor an der ECAL, der École cantonal d’art de Lausanne. Seit 2011 ist er Professor an der Haute École d'Art et du Design, Genf (HEAD).
2012
AIT Award 2012,
Selection Öffentliche Bauten, Interior: Galerie Sammlungen Geschichte Schweiz, FocusTerra
Selection Umnutzung: Realstadt.Wünsche als Wirklichkeit
2011
Design Preis Schweiz,
Nominierung Realstadt
Nominierung Bauen für die 2000-Watt-Gesellschaft
2011
Auszeichnung vorbildlicher Bauten im Land Hessen 2011,
Besondere Anerkennung, Besucherzentrum Grube Messel
2010
Grosse Nike – BDA-Architekturpreis,
Nominierung Arche Nebra
2010
Award für Marketing + Architektur,
Nominierung focusTerra
2009
Design Preis Schweiz,
Nominierung focusTerra
2009
Hannes-Meyer-Preis des BDA Sachsen-Anhalt,
Anerkennung Arche Nebra
2009
World Architecture Community Awards,
Auszeichnung
Arche Nebra
2008
Grand Prix Design der Schweizerischen Eidgenossenschaft,
Gesamtwerk
2007
Europäischer Museumspreis,
Alpinarium Galtür
2007
Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt,
Auszeichnung Arche Nebra
2003
Design Preis Schweiz
Nomination mit sWISH* und Waffen werfen Schatten.
2003
Eidgenössischer Kunstpreis
Nominierung
seit 2011
Professur an der HEAD Haute école d’art et de design, Genf, Schweiz (Tristan Kobler)
HEAD
seit 2010
Professur an der Peter Behrens School of Architecture PBSA, Düsseldorf, Deutschland (Barbara Holzer)
FH Düsseldorf
Oktober 2009 – November 2010
Gastprofessur an der ECAL Haute école d’art et de design, Lausanne, Schweiz (Tristan Kobler)
ECAL
2009
Gastprofessur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ETH, Schweiz (Barbara Holzer und Tristan Kobler)
ETH
2003
Professur an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux Arts in Lyon, Frankreich (Tristan Kobler)
ENSBA
